Fluglärm

In der Geschichte des Fliegens hat sich seit den Anfangstagen eine ganze Menge getan. War es zu Beginn noch etwas ganz Exklusives, ist es heutzutage fast schon zum Standard geworden. In der heutigen Zeit fliegen die Menschen aus ganz unterschiedlichen Gründen: Zum Einen, um entfernte Urlaubsorte zu erreichen und zum Anderen zum Spaß. Die Sportfliegerei hat einen wahren Boom erlebt und immer mehr Menschen erfreuen sich daran, in kleineren Propellermaschinen die Landschaft von oben zu erkunden. Was des Einen Freud ist hingegen des Anderen Leid – wo Maschinen fliegen entsteht auch immer wieder extremer Fluglärm, welcher die Menschen, die in der Nähe eines großen Flughafens oder eines kleinen Sportflughafens regelmäßig in den Wahnsinn treibt.

Beide Seiten betrachten!

Während Fliegen für die Einen das Größte ist, ist es für die anderen ein wahrer Albtraum. Wie auch der der Südkurier berichtet. Neben dem Thema Umweltverschmutzung und Tierschutz spielt hierbei Fluglärm die Hauptrolle.

Verstehen werden beide Parteien sich erst, wenn jeder lernt, einmal den Sichtpunkt des Anderen zu erfassen und aufeinander zuzugehen. Es wird zwar nicht die Möglichkeit geben, einen Flughafen komplett dorthin zu verlegen, wo keine Menschen sich davon gestört fühlen aber es gibt durchaus Kompromissmöglichkeiten.
Ein aktuelles Beispiel dafür, wie verhärtet die Fronten bei dem Thema Fluglärm sein können, findet sich derzeitig am Flughafen Zürich. Dort ging die Situation sogar so weit, dass es eine Volksinitiative gegen den Flughafen und den damit verbundenen Lärm für die Anwohner gab. Obgleich sich die Chancen der Volksinitiative vorab sehr schlecht einschätzen lassen – gerade bei einem großen Flughafen, von dem regelmäßig Linienmaschinen den kompletten Fernflugverkehr abwickeln – sieht die Sache bei einem Sportflughafen schon wieder anders aus. Wenn der Druck aus der Bevölkerung zu groß geworden ist, wird die Politik irgendwann gezwungen sein, mit Flugverboten zu reagieren, was einem kleinen Sportflughafen sehr schnell den Todesstoß verpassen kann.
Derartigen – politisch aufgezwungenen Verboten – können die Betreiber und beteiligten Flugvereine jedoch zuvorkommen, indem sie freiwillig feste Flugzeiten einrichten und auf diese Weise auf die Anwohner Rücksicht nehmen.

Den Anwohnern den Sportflug näher bringen!

Sehr gute Möglichkeiten bieten sich – gerade im Sportflugbereich – den Betreibern durch Aktionen und Tage der offenen Tür, den Anwohnern, welche sich regelmäßig über Fluglärm beschweren, die Faszination des Fliegens näher zu bringen. Auf diese Weise können ein „Streit“ und verhärtete Positionen entzerrt werden und beide Parteien lernen, im Frieden miteinander umzugehen.

Man muss sich immer – auch als begeisterter Flieger – vor Augen führen, dass beide Parteien ihren festen Standpunkt haben und auch als Anwohner sollte man nicht vergessen, dass für die Flieger ihr Sport ein wichtiger Faktor im Leben ist.

8 Gedanken zu “Fluglärm

  1. sehr schöner Text, zumal es ja wahr ist. In der Nähe eines Flughafens zu Leben kann die Hölle sein, ich selbst lebe zum Glück auf dem Land, aber gehe in der Anflugschneise zum Köln/Bonner-Flughafen zur Schule je nach Flugzeug macht das einfach keinen Spaß mehr, der lärm kann ohrenbetäubend sein! Aber da ich selbst gern fliege (als Passagier) beschwer ich mich da nicht drüber 😉

  2. Ich selber wohne in am Flughafen in Dortmund um ich muss sagen das durch den Flughafen Ausbau das Wohnen hier unerträglich geworden ist. Aber so einfach kann man sein Haus auch nicht verkaufen.
    Gruß Stephan

  3. Ich habe mal 3 Monate neben einem Flughafen gewohnt…Nie! mals! wieder! 😀 Anfangs ist es ziemlich cool die Flugzeuge starten und landen zu sehen, aber irgendwann wirds definitiv laut 😉

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